Meine Instrumente - mein Werkzeug

 

 

Bei meinen Auftritten benutze ich zumeist u.a. folgende Musikinstrumente:

 

Dudelsäcke - sortiert nach Art und Klangfarbe bzw. Lautstärke:

 

Ich besitze eine Auswahl an Dudelsäcken in verschiedenen Tonarten und Klangfarben bzw. Lautstärken. Gerne berate ich Sie, welcher Dudelsack zu Ihrer Feier und dem akustischen Umfeld passt.

 

GEMA-Hinweis: Alle hier gesetzten Soundbeispiele sind Auszüge aus traditionellen Stücken (Trad., Domain Public).

 

 

1. Die Great Highland Bagpipe (der schottische Dudelsack)

 

Die berühmte Great Highland Bagpipe ist mein lautester Dudelsack. Der typische dominate schottische Sound dieses Instrumentes ist sehr gut geeignet für Veranstaltungen im Freien, für Hochzeiten in Kirchen oder Feiern in großen Festsälen, Schützenhallen, auf Messen, Straßenfesten etc.

 

Soundbeispiel meiner Great Highland Bagpipe

 

 

    

         Foto: Die Great Highland Bagpipe in Aktion

 

 

Meine Highland Bagpipe stammt aus der Meisterwerkstatt des Dudelsackbauers "Shepherd" direkt aus Schottland. Die Werkstatt gewinnt jährlich Preise für diese Instrumente und ist Garant für beste Qualität.

 

Meine Pipe hat eine Besonderheit: Die Spielpfeife (Chanter) ist auf den Kammerton 440 Hertz in der Tonart B(b) gestimmt. Das bedeutet im Vergleich zu den "normalen" Spielpfeifen dieser Dudelsäcke, die in der Regel nicht nach den Kammerton gestimmt sind, dass ich mit anderen klassichen Instrumenten oder z.B. Kirchenorgeln  gut zusammen spielen kann, ohne dass es zu Disharmonien kommt.

 

 

2. Die spanische Gaita Gallega

 

Mein weiterer kräftig klingender Dudelsack kommt aus Galizien im Nordwesten Spaniens - aus einer Meisterwerkstatt für traditionelle spanische Dudelsäcke.

Von der Lautstärke her ist die Gaita besonders in Innenräumen recht dominant, jedoch nicht so laut wie der schottische Highland Dudelsack, so dass man die Musik in kleineren Räumen oder Gaststuben besser genießen kann.

 

Soundbeispiel meiner Gaita Gallega

 

Es handelt sich bei meiner Gaita Gallega um ein zweiborduniges Instrument in C-Dur mit schöner  Intonation und einem sehr kräftigen keltischen Klang. Meine Gaita Gallega wurde speziell nach Vorgaben des Instrumentenbauers Michael Hofmann mit offener Griffweise direkt in Galizien gebaut. Der Dudelsack wurde aus optisch und klanglich hervorragendem Veilchenholz (Violettholz) geschaffen.

 

Ganz neu ab April 2010: Meine neue Gaita Gallega von Seivane aus Galizien  ist eingetroffen! Erleben Sie ein Klangerlebnis der besonderen Art.

 

    

           Foto: Die Gaita Gallega in Aktion

 

                

 

 

 

3. Die Schäferpfeife

 

Die Schäferpfeife, die ich gerne bei Veranstaltungen aller Art spiele, ist von der Bauart her kein schottischer, sondern ein deutscher Renaissance-Dudelsack. Gebaut wurde meine Schäferpfeife nach den original Bauplänen von Michael Praetorius aus dem Jahre 1617.

 

Das dreibordunige Modell wurde von dem wirklich empfehlenswerten und professionellen Dudelsackbauer Reinhard Zielonka aus Rixdorf bei Plön nach oben beschriebenen Plänen gefertigt. Der Dudelsack hat einen besonders schönen dominaten Klang, der aber nicht allzu laut ist, so daß die Musik auch in Innenräumen genossen werden kann.

 

Von der Lautstärke her eignet sich die Schäferpfeife z.B. auch bestens für Musik in Kirchen oder in kleinen Gaststätten. Sie ist aber nicht so laut und durchdringend wie meine spanische Gaita.

 

 

Soundbeispiel Schäferpfeife

 

 

Meine Schäferpfeife ist ein Sonderbau mit wie bereits erwähnt drei statt der üblichen zwei Bordunpfeifen (Brummton-Pfeifen). Gespielt wird deshalb wahlweise in G-Dur oder C-Dur und mit halbgeschlossener französischer Griffweise.

Mit diesem Instrument lassen sich besonders schön klingende „Slides“ erzeugen, Töne die verziert und typisch keltisch klingen. Dieser Sound lässt sofort an Irland oder die schottischen Highlands erinnern.

 

Diese Schäferpfeife ist auch mein erster Dudelsack, der mich bis heute in die Welt der Dudelsackmusik begleitet.

 

    

              Foto: Die Schäferpfeife im Einsatz.

 

 

Flöten

 

Irische Tin Whistles und Low Whistles

 

… sind die typischen irischen Flöten, die bei keiner irischen oder allgemein keltischen Musik fehlen dürfen.

Es gibt die Tin Whistle („Blechflöte“) in verschiedenen Tonarten – typisch ist die Tonart D-Dur. Es wird in „offener Griffweise“ gespielt – also etwas anders als bei einer Blockflöte.

 

Soundbeispiel Tin Whistle

 

    Abbildung Tin Whistles verschiedener Hersteller:

 

       

             Foto: Copyright Marc Zumsande

 

Auf Folk-Sessions in Pubs ziehe ich ein Modell der Marke „Susato“ aus den USA vor, welches eine dominantere Lautstärke hat uns sich deshalb auch neben Gitarre, Banjo und Fiddle behaupten kann.

 

Wahlweise spiele ich bei ruhigeren Tunes oder bei Solostücken auch ein Modell der Marke „Clarke“ aus England oder eine Low Whistle („tiefe Flöte“) – ein größeres Modell, welches eine Oktave tiefer liegt als die vergleichbare Tin Whistle. Ein wirklich schöner und tiefer Klang!

 

 

Perkussion-Instrumente:

 

1. Bodhran

 

Die irische Rahmentrommel heißt Bodhran und ist heute aus keiner irischen Folk-Gruppe wegzudenken. Die Bodhran bringt den Rhythmus in die Musik und untermalt diese.

 

Durch modellieren des Ziegenfelles mit der Hand und dem "Beater" (so heißt der doppelköpfige Schlagklöppel fachmännisch), können verschiedenste Töne auf der Bodhran erzeugt werden. Das Instrument spricht dann geradezu.

 

Meine unten abgebildeten Bodhrans sind Meisterstücke vom Instrumentenbauer Siegfried Prauß aus Kiel. Das links abgebildete  Instrument ist besonders tief gebaut, was zu einem sehr erdigen und bassigen Klang führt. Bespannt ist sie mit zwei übereinander liegenden Ziegenfellen.

Die edle keltische Brandmalerei stammt aus meiner Hand und besteht aus mehreren tausend Brennpunkten auf der antikisierten Holzoberfläche.  (Infos zu meiner Brandmalerei finden Sie HIER...) Das rechte Instrument ist deutlich größer im Durchmesser, mit einem Fell bespannt und mit keltischer Acrylmalerei verziert. Insgesamt hoffe ich, mit diesen Instrumenten sehr alt zu werden...

 

          Abbildung Bodhran mit eigener Brandmalerei                               Bodhran mit keltischer Acrylbemalung

           

                     Fotos Copyright Marc Zumsande

 

 

2. Cajon (Rumba-Kiste)

 

Das Cajon (spanisch: „große Schachtel, Kiste“) ist einer meiner großen Favoriten unter den Perkussionsinstrumenten oder Trommeln.

 

Als „Trommel“ mag ich es eigentlich nicht bezeichnen, weil hier kein Fell, keine Membran schwingt. Das Cajon besteht aus einem Klangkörper ganz aus Holz mit einer teils furnierten und mehrfach verleimten  Schlagfläche, die zumeist mit den Händen angespielt wird.

 

Das Cajon stammt aus Cuba und Peru, wo man solche Instrumente aus Apfelsinenkisten oder Zigarrenschachteln gefertigt hat und es immer noch tut. Es gibt unterschiedlichste Modelle wie z.B. das Basscajon, congaähnliche Modelle oder kleine Modelle, die mit Löffeln gespielt werden. Heute findet das Cajon nicht nur in der peruanischen und cubanischen Musik seinen Platz, sondern vor allem im spanischen Flamenco.

 

Aber auch bei uns findet man – besonders in Akkustik-Emsembles – ein Cajon, welches ein ganzes Schlagzeug ersetzen kann, ohne zu aufdringlich zu klingen. Selbst bei Pop- oder Rockbands wird es immer beliebter.

 

    

    Abbildung Cajon "La Peru" in Aktion

 

   

      Foto: Copyright Marc Zumsande

 

Mein hier abgebildetes „Cajon“ La Peru der Firma Schlagwerk Percussion ist quasi ein ganzes Schlagzeug in einer Box. Man braucht keinen Strom und keinen Verstärker – einfach draufsetzen und losspielen! Ein echtes Rhythmusgefühl, was direkt in den Körper geht. Ich erteile auch Unterricht für Cajon bei meiner Musikwerkstatt Lüneburg. Infos: bitte hier klicken.

 

 

3. Congas / Ahikos

 

Die Asikos sind quasi die afrikanische Form der cubanischen Congas uns sehen auch fast so aus. Diese Trommeln werden im Sitzen oder (mit Stativ) auch im Stehen gespielt. Sie sind ca. 90 cm hoch und sorgen für angenehme ruhige Trommelmusik oder auch für feurige und treibende Grooves.

Meine Instrumente sind straßentauglich und komplett aus einer Mischung aus Holz und Fiberglas gebaut. Das Fell ist auch aus Fiberglas – also absolut bruch- und wetterfest!

 

                 Abbildung Ashiko

   

 

 

4. Klein"gedöns": Spoons, Skaker, Schellen, Tipper

   

Ein typisches irisches Perkussion-Instrument, welches diese schönen rasanten klackernden Geräusche erzeugt, die sofort an steppende Tänzer erinnern, sind die Spoons (Löffel). Man kann zwei Esslöffel mit den gewölbten Flächen gegeneinander halten und auf dem Schenkel zusammenklicken lassen, während man seinen Zeigefinger zwischen den Löffeln hält und die Löffel parallel zueinander ausgerichtet lässt.

 

Einfacher: Man binde die Stielenden der Löffel fest zusammen - dann können die Löffel beim Spielen nicht gegeneinander verrutschen. So mache ich es jedenfalls, da ich naturgemäß ein bequemer Mensch bin :-)

 

Das einzig unbequeme: Seit ich zwei Löffel für meine "Spoons" verbraucht habe, fehlen sie nun in meinem Besteckkasten, so daß ich zwei Löffel früher abwaschen muß... ;-)

 

Wahlweise zu den echten Löffeln aus der Küche findet man deshalb im Musikalienhandel auch viele Modelle aus Holz. Diese sind dann auch schon an den Enden „zusammengewachsen“ oder aus einem Stück hergestellt:

(...)

 

Bei einem Irlandbesuch habe ich den Shaker auf jeder Session gesehen. Ich selber spiele – oder „schüttle“- gerne cubanische Claves oder afrikanische Rhythmen zur takttechnisch passenden irischen Musik.

 

Es kann also auch einmal passieren, daß ich eine Samba „schüttle“ während die anderen Musiker einen irischen Reel spielen. Der Mix macht´s und lässt immer wieder neue Weltmusik entstehen.

 

Ausserdem sind neben den Spoons ein Schellenstab, ein Shaker und noch einige Bodhran-Tipper zu sehen:

 

              Abbildung: Schellenstab, Spoons, Shaker, Tipper:

      

                                Foto: Copyright Marc Zumsande

 

 

Saiteninstrumente:

 

Die Ukulele

 

Mein neuester musikalischer Versuch ist eine Ukulele, die ich spontan in Hamburg gekauft habe, weil sie mir optisch (und wie sich später herausstellte auch akustisch) so gut gefällt. Es macht riesigen Spaß, mit dem kleinen Saiteninstrument zu spielen. Meine Ukulele von Samick kommt mit schönen Perlmutt-Abalonen daher.

 

                                     Abb. Ukulele Samick UK- 70: